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Wer kennt nicht schon das Problem beim Kopieren und Scannen, wenn sich ein Buch nicht bis hinten in den Bund öffnen lässt?
Auf Wunsch und in Zusammenarbeit mit Bibliotheken, die häufig Kopien von Artikeln aus Zeitschriftenbänden kopieren, haben wir die unten beschriebene und erweiterte Fächerklebebindung entwickelt. Seit 2002 wird diese Technik mit Erfolg angewendet.
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„Scanbook“ - erfüllt zwei wichtige Anforderungen:
a) sehr gutes offenes Flachliegen beim Scannen und Kopieren b) beste Qualität für Vielgebrauch und Langzeitarchivierung
Da die meisten industriell hergestellten Zeitschriften keine Heftlagen aufweisen und somit klebegebunden werden müssen, wird eine sogenannte „Kombi-Klebebindung“ angewendet. Durch eine spezielle Bearbeitung der einzelnen Blattkanten (fräsen-aufrauhen) wird die handwerkliche „Fächerklebebindung“ optimal vorbereitet. Dabei entsteht am Rücken des losen Buchblockes eine wellenförmige Blattkantenstruktur für eine gute Aufnahme des ersten Leimauftrages. Zum Beleimen wird der Buchblock eingepresst und der Leim zuerst maschinell über ein Walzensystem aufgetragen. Der Klebstoff dringt so in geeigneter Konsistenz in die vorbereitete Blattstruktur ein. Der Buchblock wird aus der maschinellen Pressung kurz gelöst und neu gepresst, so dass man den Buchrücken möglichst weit abkippen kann. Dank der maschinellen Vorbeleimung hat man nun Zeit den abgekippten Buchblock am Rücken noch zusätzlich treppenartig aufzuschieben, um den Leim manuell einzuarbeiten. Durch den maschinellen (schnellen) Leimauftrag verkleben sich die Blätter beim manuellen Einarbeiten nicht. Man hat also Zeit die Beleimung gründlich zu machen. Zusätzlich ein erweitertes Aufschieben erhalten die ersten und letzten Blätter die später durch das Öffnen der Deckel mehr beansprucht werden. Klebstoff (Dispersionsleim) und Qualitätsmolton sind auf das Papier und die spätere Beanspruchung abgestimmt. Mit der beschriebenen aufwendigeren Klebebindung erübrigt sich eine weitere Hinterklebung des Buchblockes. Eine Versteifung findet somit nicht mehr statt und der Blockrücken bleibt flexibel für das gewünschte, offene Flachliegen beim Scannen. Da diese erweiterte handwerkliche Fächerklebebindung das Herzstück eines Buches ist, ist es selbstverständlich, dass sie von verantwortungsbewusstem Fachpersonal, mit persönlichem Einsatz ausgeführt werden muss.
Scanbook hält was es verspricht und lässt sich leicht öffnen. Keine Rückeneinlage wird mehr beim Scannen durch unsachgemässes auf die Kopierplatte drücken gebrochen!
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